Sopranos verzaubern Publikum
vom 09.01.2011 15:29
Seebad Heringsdorf Die zehn charmanten Sängerinnen der vor drei Jahren gegründeten Gesangstruppe „The 10 Sopranos" boten ein wahres Feuerwerk ihres Könnens. Die gut 300 Besucher des knapp zweistündigen Konzertes erlebten zur Einstimmung ein James Bond Medley, bei dem die Grazien zu „Goldfinger" und „Licence to kill" die bekannten Bond-Girl-Posen zeigten.
In „Seasons of love" ließen die Sängerinnen, die aus ganz Deutschland kommen, erstmals ihren zehnstimmigen Gesang erklingen. Das Besondere an der Girl-Group ist, dass die Sopranistinnen aus den verschiedensten Stimmfächern kommen.
„Wir haben eine Rockröhre, Pop- und Folkstimmen und die Hälfte hat eine klassische Gesangsausbildung", erzählte Laura Niepold nach dem bejubelten Auftritt. „Das unterscheidet uns von den Männern der 3, 7, oder 10 Tenöre", so die künstlerische Leiterin.
Laura Niepold war es auch, die 2007 die Idee hatte, den bekannten „Drei Tenören" und den „Ten Tenors" geballte Weiblichkeit entgegenzusetzen. Die in Berlin lebende Schauspielerin und Tänzerin sah die Marktlücke und scharte 2008 die ersten Mädels um sich. Gab es anfangs noch eine gewisse Fluktuation, hatten sich bald die zehn Sängerinnen gefunden, die jetzt auf der Heringsdorfer Bühne standen. Von dort schmetterten sie dem Publikum Rock-Titel wie „Proud Mary" oder als Solo ein Tenor-Arien-Medley entgegen, um danach gleich wieder in sanfte Töne zu verfallen wie etwa bei Karl Jenkins „Adiemus", „Scarborough Fair" von Simon & Garfunkel oder der zauberhaften Barkarole „Schöne Nacht, du Liebesnacht" aus der Oper „Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach.
Die Höhepunkte des Konzertes waren das „60er Jahre Medley", zu dem die jungen Damen in Petticoats über die Bühne tanzten und das ABBA-Medley am Schluss der Bühnenshow. Ein mehrstimmiger afrikanischer Gesang in Suaheli und die Joe Cocker-Hymne „With a little help from my friends" beendeten einen wunderbaren Abend, der den „10 Sopranos" lang anhaltenden Applaus bescherte. Für Gisela und Detlef Bauckhage aus Lütow hatte sich die weite Fahrt von Gnitz bei Regen und Glatteis gelohnt.
Während sie ABBA und „die ganzen Musicalmelodien" super fand, war ihr Gatte von den Arien angetan. „Ich würde mir das noch mal anschauen", war sein Urteil. Auch Doris Flemming aus Heringsdorf „würde morgen wiederkommen". Geht es nach Tourneeleiterin Claudia Wittig, kommen „The 10 Sopranos" gerne wieder auf die Insel zurück. Zum einen hätte das Maritim ihnen jede Unterstützung gegeben und zum anderen hat sie es nur geschafft vom Hotel zur Seebrücke zu laufen. Zu wenig, um Usedom so richtig kennen zu lernen.






